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Erklär mal Strömungssicherung
15. Januar 2009 Loeti Geschrieben in Erklär mal..., Gut zu wissen, Heizung, Spezial, Sanitär |
Laut TRGI 2008 ist die Strömungssicherung ein zu einem Gasgerät gehörendes Bauteil, die bei atmosphärischen Brennern den Einfluss von Zugschwankungen, wie Stau, Rückstrom zu starkem Zug auf dem Brenner verhindern soll.
Eine Sichtkontrolle der Strömungssicherung auf Korrosionsschäden (Durchrostung, beginnende Korrosion), lässt Aufschlüsse über das Betriebsverhalten des Gasgerätes zu. So wird bei nur sehr kurzen Laufzeiten des Gasgerätes immer ein wenig Kondensat in die Rückstromauffangschalen (2) laufen. Dieses Kondensat zerstört mit der Zeit die Strömungssicherung und diese muss dann ausgewechselt werden.
1. Die Abgase verlassen den Wärmetauscher und werden, durch die Leitbleche (1) gebündelt, zum Abgasanschluß geführt. Dabei passieren sie die Rückstromauffangschalen(2).
2. Bei zu starkem Auftrieb, der z.b. bei hohen Dichteunterschieden heiße Abgase, kalte Außenluft auftreten kann, verhindert die
Strömungssicherung durch zusätzliche Raumluftansaugung durch die Nebenlufteinrichtung ein abreißen der Hauptflammen vom Brenner.
3. Bei Stau im Abgasweg behindern die Abgase nicht die Verbrennung, da sie zwischen Leitblech und Auffangschale austreten können, der
Abgassensor registriert die Störung. Dies kommt hauptsächlich beim Aufheizen der Anlage vor. Sobald die kalte Luftsäule im Kamin erwärmt ist, kann sie durch normalen Auftrieb entweichen.
4. Bei Rückstrom verhindert die Strömungssicherung, dass Abgase in das Gerät gelangen und die Verbrennung beeinträchtigen. Dabei besteht ansonsten die Gefahr, dass sich hochgiftiges CO bilden kann.
Drücken z.B. Windböen das Abgas zurück, führen die Rückauffangschalen sie ab. Gleichzeitig entweichen zwischen Leitblech und Auffangschale die vom Brenner kommenden Abgase in den Raum.
Vorgehensweise bei der Taupunktspiegelkontrolle
Bei der Taupunktspiegelkontrolle wird der ordnungsgemäße Abzug der Abgase aus dem Verbrennungsprozess kontrolliert.
Die Taupunktspiegelkontrolle ist nach jedem aktiven Eingriff an einer Gasfeuerstätte durchzuführen. Als Werkzeug wird eine flüssigkeitsgefüllte Taupunktplatte oder ein elektronischer Abgastester benötigt. Die Flüssigkeit kühlt den Spiegel dabei unter Raumtemperatur ab. Dies ist notwendig um ein Beschlagen des Spiegels mit Feuchtigkeit aus dem Abgas sicher anzuzeigen.
Die Vorgehensweise zur Kontrolle auf Abgasaustritt wird wie folgt vorgenommen.
• Alle Räume sind einmal gründlich zu durchlüften (Durchzug), danach sind Fenster und Türen zu schließen.
• Das zu überprüfende Gasgerät ist in den Betriebszustand zu versetzen. Verkleidung (Mantel) des Gasgerätes ist zu montieren.
• Das zu überprüfende Gasgerät in Betrieb nehmen.
• Befindet sich das Gasgerät an einem mehrfach belegten Schornstein, so sind auch alle anderen Gasgeräte Inbetriebzunehmen.
• Befinden sich andere Gasgeräte mit im Raumluftverbund mit dem zu überprüfendem Gasgerät, so sind auch diese zu betreiben.
Taupunktspiegelkontrolle mind. 5 Minuten abwechselnd auf beiden Seiten der Strömungssicherung vornehmen. Längere Prüfzeiten sollen   eventuell labile Anlage erkennen lassen.
• Den Test auch in der minimalen Last der Feuerstätte durchführen.
• Ergebnis: Kein Abgasaustritt feststellbar!
Zum guten Schluss:
Unbedingt auch den korrekten Raumluftverbund kontrollieren -Stichwort Schutzziele 1 + 2. Und ein kritischer Blick in die Küche kann auch nicht schaden, denn da kann Mamas ganzer Stolz die neue Ablufthaube werkeln -Die wenn in Betrieb die Abgase locker aus den Schornstein wieder heraussaugt. Da hilft dann nur eine elektronische Verriegelung (Solo-Schalter), aber auch ein Fensterkippschalter tut es.