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Erklär mal: Fremdstromanode

7. Januar 2010 Loeti Geschrieben in Elektro, Erklär mal..., Haustechnik

 

Um Speicher-Wassererwärmer mit emailliertem Stahlbehälter vor Korrosion zu schützen, können statt Magnesium-Schutzanoden auch Fremdstrom-Anoden eingesetzt werden. Am Stahlbehälter wird Schwachstrom angelegt, so dass sich an der Behälterwand ein elektrisches Schutzpotenzial aufbaut. Das Prinzip des kathodischen Korrosionsschutzes durch Fremdstrom-Einspeisung hat sich bereits im Rohrleitungsbau bewährt.
Und ganz wichtig, ein Einhanfen ist nicht zulässig, da hiervon die notwendige elektrische Verbindung zwischen Gewindekopf
der Anode und Speichermantel beeinträchtigt und der Korrosionsschutz durch die Anode nicht mehr gegeben wäre.

Fremdstromanode Bild: Fa.Correx
Fremdstromanoden arbeiten im Gegensatz zu Magnesium-Schutzanoden dauerhaft und wartungsfrei, so dass die Erneuerung der Schutzanode entfällt. Bei einigen Modellen kann über das Display eines Gas-Brennwertkessels oder über ein Internet-Kommunikations-System die Betriebsbereitschaft angezeigt werden. Ansonsten wird die einwandfreie Funktion durch eine Kontrollleuchte angezeigt. Leuchtet die grüne LED, ist Korrosionsschutz durch die Fremdstromanode gewährleistet, leuchtet die rote LED, ist kein Korrosionsschutz durch die Fremdstromanode gewährleistet und es liegt eine Störung vor, welche umgehend zu kontrollieren ist – siehe dazu die Bedienungsanleitung der Fremdstromanode!

Die Leistungsaufnahme praktisch eingesetzter Fremdstromanoden liegt zwischen zwei und vier Watt; der jährliche Strombedarf liegt somit zwischen 17,5 bis 35 kWh, die bei ca. 20 Eurocent/kWh etwa 3,50 bis 7,- Euro an Stromkosten verursachen.